Performance Marketing
Was kostet Google Ads? Budget und ROAS verständlich erklärt
Eine pauschale Zahl wäre geraten. Dieser Artikel zerlegt die Kosten in ihre Bausteine, sodass Sie Ihr Budget vom Ziel her selbst rechnen können.

Auf einen Blick
- Autor
- Ciyan Gültoplayan
- Bausteine
- Media, Betreuung, Tracking
- Kennzahl
- ROAS und Break-even
- Preise
- nach Projektcheck
Die ehrliche Antwort vorweg
„Was kostet Google Ads?“ ist die häufigste Frage, und die ehrliche Antwort lautet: Es kommt darauf an. Wer Ihnen eine pauschale Zahl nennt, ohne Branche, Ziel und Wettbewerb zu kennen, rät. Deshalb nennen wir hier bewusst keine Klickpreis-Tabelle. Wir zerlegen die Kosten in ihre Bausteine, damit Sie selbst rechnen können.
Das Investment setzt sich aus drei Bausteinen zusammen, die Sie trennen sollten. Wer nur auf den Klickpreis schaut, sieht ein Drittel des Bildes.
Die drei Kostenbausteine
Media-Budget
Das Geld, das direkt an Google fließt, pro Klick oder nach anderer Abrechnung. Der größte und sichtbarste Posten.
Betreuung
Die laufende Pflege des Kontos, intern mit Ihrer eigenen Zeit oder extern. Fehlende Pflege verbrennt oft mehr Geld, als sie spart.
Tools und Tracking
Landingpage, Analytics, Conversion-Messung und gegebenenfalls Berichtswerkzeuge. Oft unterschätzt, aber entscheidend für die Steuerung.
Am Ende zählt eine Kennzahl: der ROAS, also der Umsatz je eingesetztem Werbeeuro. Er wird im vierten Abschnitt erklärt.
Klickpreise und wie sie entstehen
Bei klassischen Suchkampagnen zahlen Sie pro Klick, nicht für die Einblendung: Sie zahlen nur, wenn jemand tatsächlich auf die Anzeige klickt und auf Ihre Website kommt. Wie hoch der Preis ausfällt, wird in einer Auktion entschieden, die laufend neu abläuft, sobald ein Werbeplatz verfügbar ist. Ihr Gebot bringt Sie in die Auktion.
Die Spanne der Klickpreise ist groß und hängt stark von Branche, Suchbegriff und Wettbewerb ab. Konkrete Werte hängen vom einzelnen Konto ab, und Durchschnittswerte aus Fremdquellen helfen im Einzelfall wenig. Wir ermitteln sie für Sie im Projektcheck aus Ihren eigenen Zahlen, wenn schon Kampagnen liefen, und sonst nach den ersten Wochen aus der Messung.
Die Faustregel: Je näher ein Suchbegriff an einem Abschluss liegt und je mehr ein Auftrag im Schnitt wert ist, desto mehr lohnt es sich, für den Klick zu bieten. Für einen Warenkorb von wenigen Euro kann derselbe Klickpreis ruinös sein, für einen Auftrag über mehrere tausend Euro vertretbar.
Zur Qualität: Google weist den Quality Score ausdrücklich als Diagnosewert aus, nicht als Eingang in die Auktion. Er setzt sich aus erwarteter Klickrate, Anzeigenrelevanz und Landingpage-Erlebnis zusammen. Diese drei Punkte zu verbessern bleibt sinnvoll, weil Nutzer eine passende Anzeige und eine passende Seite sehen. Ein bestimmter Preisnachlass lässt sich daraus aber nicht ableiten.
Quelle: Google-Ads-Hilfe (support.google.com/google-ads), abgerufen am 24.10.2026. Sinngemäß wiedergegeben; Funktionen und Bezeichnungen können sich ändern.
Budget realistisch planen: vom Ziel rückwärts
Der häufigste Fehler ist ein Budget aus dem Bauch, zum Beispiel ein runder Monatsbetrag, verbunden mit der Hoffnung, dass etwas dabei herauskommt. Richtig ist der umgekehrte Weg: Wie viele Anfragen oder Aufträge brauchen Sie, und was darf eine kosten?
Klickpreis (CPC)
Was ein Klick durchschnittlich kostet. Wird nach dem Start gemessen, vorher nur geschätzt.
Conversion-Rate
Der Anteil der Klicks, die zur Anfrage werden. Hier wirken Landingpage, Angebot und Ladezeit.
Kosten je Anfrage (CPA)
Ergibt sich aus Klickpreis geteilt durch Conversion-Rate.
Gewünschte Menge
Wie viele Anfragen pro Monat Sie brauchen. Multipliziert mit dem CPA ergibt sich das nötige Media-Budget.
Ein frei gewähltes Zahlenbeispiel zur Veranschaulichung, keine Marktwerte: Bei einem Klickpreis von 2 Euro und einer Conversion-Rate von 5 Prozent kostet eine Anfrage 40 Euro (2 ÷ 0,05). Für 25 Anfragen im Monat wären das 1.000 Euro Media-Budget. Steigt die Conversion-Rate auf 10 Prozent, halbiert sich der CPA auf 20 Euro, und das gleiche Budget bringt doppelt so viele Anfragen.
Deshalb gilt: Bevor Sie das Budget erhöhen, verbessern Sie die Seite, auf die der Klick führt. Wie wir Suchkampagnen aufsetzen, beschreibt die Seite Google Ads. Wer auch SEO erwägt, findet den Vergleich unter SEO oder Google Ads.
Nach Start oder Umbau einer Gebotsstrategie zeigt Google den Status „Lernen“ an. Er dauert nach Googles Angaben höchstens 7 Tage, die Leistung pendelt sich in der Regel nach ein bis zwei Conversion-Zyklen ein. Beurteilen Sie Ergebnisse über den längeren von zwei Conversion-Zyklen oder zwei Wochen. Wer nach wenigen Tagen urteilt, urteilt zu früh.
Quelle: Google-Ads-Hilfe (support.google.com/google-ads), abgerufen am 24.10.2026. Sinngemäß wiedergegeben; Funktionen und Bezeichnungen können sich ändern.
Betreuung und Modelle
Google Ads ist kein Einrichten und Laufenlassen. Gebote, Suchbegriffe, Ausschlusskeywords, Anzeigentexte und Messung brauchen laufende Pflege, ob Sie sie selbst übernehmen oder eine Agentur. Drei Abrechnungsmodelle sind verbreitet. Zahlen nennen wir hier nicht; den Rahmen erhalten Sie nach dem Projektcheck schriftlich.
Anteil am Media-Budget
Einfach und transparent, aber mit Zielkonflikt: Die Betreuung verdient mehr, wenn Sie mehr ausgeben, nicht zwingend, wenn Sie effizienter werden.
Festbetrag pro Monat
Planbar und unabhängig vom Budget. Gut für kleinere, stabile Konten.
Erfolgsbasiert
Ein Anteil am Ergebnis. Klingt fair, setzt aber manipulationssicheres Tracking voraus, sonst wird über die Zählweise gestritten statt optimiert.
Worauf es ankommt
Nicht das günstigste Modell zählt, sondern, was die Betreuung leistet: Streuverluste senken, Anzeigen und Seiten testen, Unrentables stoppen. Mehr dazu unter Google Ads Agentur Oberhausen.
ROAS: die Kennzahl, auf die es ankommt
Der ROAS (Return on Ad Spend) beantwortet, wie viel Umsatz jeder eingesetzte Werbeeuro zurückbringt. Die Formel: Umsatz aus Anzeigen geteilt durch Werbeausgaben. Bei 8.000 Euro Umsatz und 2.000 Euro Ausgaben beträgt der ROAS 4,0. Das Lexikon erklärt den Begriff unter ROAS.
Ein hoher ROAS ist nicht automatisch gut. Maßgeblich ist der Break-even-ROAS: der Punkt, ab dem Werbung Geld verdient. Er ergibt sich aus der Marge als 1 geteilt durch die Marge. Bei 25 Prozent Marge brauchen Sie einen ROAS von 4,0, nur um die Kosten zu decken, bei 50 Prozent Marge reichen 2,0. Derselbe ROAS kann für den einen ein Verlust und für den anderen ein gutes Ergebnis sein.
Deshalb ist sauberes Tracking Pflicht. Ohne korrekte Conversion-Messung kennen Sie Ihren ROAS nicht, und Smart Bidding optimiert auf unvollständige Signale. Wie Sie Google Analytics einrichten, steht in GA4 richtig einrichten, unser Angebot unter Tracking und Analytics.
Kosten je Kampagnentyp
Nicht jeder Euro arbeitet gleich. Der Kampagnentyp entscheidet, ob Ihr Budget auf vorhandene Nachfrage trifft oder auf bloße Reichweite.
Suche
Sie erreichen Menschen, die gerade suchen. Meist der naheliegende Einstieg für Dienstleister und lokale Anbieter, weil die Absicht am klarsten ist.
Performance Max
Eine Kampagne über die gesamte Google-Fläche, darunter YouTube, Display, Suche, Discover, Gmail und Maps. Sie legen Ziele und Materialien fest, Google verteilt. Ohne klare Ziele und saubere Messung ist die Verteilung schwer nachzuvollziehen.
Display und Video
Breite Reichweite bei Menschen ohne akute Kaufabsicht. Geeignet für Bekanntheit und erneute Ansprache, aber nicht mit demselben Ergebnis je Euro wie die Suche zu rechnen.
Unsere Empfehlung: dort anfangen, wo Nachfrage schon da ist, und erst erweitern, wenn die Suche rechnerisch funktioniert. Quelle: Google-Ads-Hilfe (support.google.com/google-ads), abgerufen am 24.10.2026. Sinngemäß wiedergegeben; Funktionen und Bezeichnungen können sich ändern.
Versteckte Budgetfresser
Viele Konten verlieren Budget nicht an hohe Klickpreise, sondern an Klicks, die nie hätten passieren sollen. Diese Verluste fallen in keiner Schlagzeile auf, sie summieren sich still.
- Falsche Zeiten und Geräte: Läuft Ihr Telefon abends nicht, aber die Anzeigen laufen weiter, zahlen Sie für Klicks, die niemand bedient. Gebotsanpassungen für Tageszeit, Wochentag und Gerät lenken das Budget dorthin, wo Anfragen eintreffen.
- Zu weite Standorte: Ein lokaler Betrieb braucht keine Klicks aus dem ganzen Land. Radius und Ausschlüsse begrenzen die Streuung.
- Fehlende Ausschlusskeywords: Mit Ausschlusskeywords halten Sie Anzeigen von Suchanfragen fern, die nicht zum Angebot passen, etwa „kostenlos“ oder „selber machen“. Ein regelmäßiger Blick in die Suchbegriffe zeigt, wofür Geld ausgegeben wird. Diese Pflege gehört zu unserer Google-Ads-Betreuung.
Quelle: Google-Ads-Hilfe (support.google.com/google-ads), abgerufen am 24.10.2026. Sinngemäß wiedergegeben; Funktionen und Bezeichnungen können sich ändern.
Checkliste: Bevor der erste Euro fließt
Diese Punkte entscheiden, ob Ihr Budget arbeitet oder verpufft:
- Conversion-Messung eingerichtet und getestet.
- Ziel festgelegt: Kosten je Anfrage oder Ziel-ROAS, abgeleitet aus Ihrer Marge.
- Budget rückwärts vom Ziel gerechnet, Lernphase und Auswertungszeitraum eingeplant.
- Landingpage relevant, schnell, mit klarer Handlungsaufforderung.
- Liste mit Ausschlusskeywords von Beginn an angelegt.
- Klar geregelt, wer das Konto laufend betreut.
Häufige Fragen
Ihre Frage ist nicht dabei? Rufen Sie an oder schreiben Sie uns, wir antworten persönlich.
Was kostet Google Ads pro Monat?
Eine feste Summe gibt es nicht. Das Media-Budget bestimmen Sie selbst, gerechnet vom Ziel her: gewünschte Anfragen mal Kosten je Anfrage. Dazu kommen die Betreuung und die Messung. Konkrete Beträge nennen wir erst nach einem Projektcheck, weil Branche, Wettbewerb und Landingpage den Rahmen stark verschieben.
Zahle ich für jede Einblendung meiner Anzeige?
Bei klassischen Klickkampagnen nicht. Sie zahlen, wenn jemand auf die Anzeige klickt und auf Ihre Website kommt. Andere Abrechnungsarten gibt es in anderen Kampagnentypen. Welche Abrechnung für Ihr Ziel passt, klären wir bei der Planung, damit Ihr Budget nicht in Reichweite fließt, die keine Anfragen bringt.
Was ist ein guter ROAS?
Das hängt von Ihrer Marge ab. Der Break-even-ROAS ist 1 geteilt durch die Marge: Bei 25 Prozent Marge liegt er bei 4,0, bei 50 Prozent bei 2,0. Erst darüber verdienen Sie an der Werbung. Eine allgemeingültige Zahl, ab der ein ROAS gut ist, gibt es deshalb nicht.
Wie lange dauert es, bis Google Ads Ergebnisse zeigt?
Nach Start oder größeren Änderungen an der Gebotsstrategie zeigt Google den Status „Lernen“ an, der laut Google höchstens 7 Tage dauert. Die Leistung pendelt sich meist nach ein bis zwei Conversion-Zyklen ein. Beurteilen Sie Ergebnisse daher über den längeren von zwei Conversion-Zyklen oder zwei Wochen, nicht nach einzelnen Tagen.
Brauche ich für Google Ads zwingend eine Agentur?
Nein. Wichtig ist, dass jemand das Konto laufend pflegt: Suchbegriffe prüfen, Ausschlusskeywords ergänzen, Anzeigen und Landingpage testen, Messung kontrollieren. Das können Sie selbst übernehmen, wenn Sie die Zeit haben, oder an eine Agentur geben. Wir sagen im Projektcheck auch, wenn sich der Aufwand für Ihr Ziel nicht lohnt.


