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10 Minuten Lesezeit17. Juni 2026

Ratgeber Website-Kosten

Was kostet eine Website? Die acht Kostenfaktoren im Überblick

Einen Pauschalpreis gibt es nicht. Dieser Ratgeber zeigt, was den Preis bestimmt, welche laufenden Kosten dazukommen und woran Sie ein faires Angebot erkennen.

Projektcheck anfragen
Monitor mit einem Website-Entwurf und ein Skizzenbuch

Auf einen Blick

Autor
Ciyan Gültoplayan
Faktoren
acht Preistreiber
Laufend
Hosting, Wartung, Pflege
Preise
nach Projektcheck

Warum es keinen Pauschalpreis gibt

„Was kostet eine Website?“ ist ungefähr so präzise wie „Was kostet ein Auto?“. Eine Website ist kein fertiges Produkt aus dem Regal, sondern ein Werkzeug für ein Ziel. Eine digitale Visitenkarte für einen Handwerksbetrieb hat einen völlig anderen Aufwand als ein Onlineshop oder eine Buchungsplattform mit Login-Bereich. Der Preis folgt dem Aufwand, und der Aufwand folgt Ihren Anforderungen.

Wer Ihnen ohne Details zu Ihrem Projekt eine Zahl nennt, rät. Dieser Ratgeber zerlegt den Preis deshalb in acht Faktoren, nennt laufende Kosten und gibt Ihnen Fragen mit, mit denen Sie Angebote einordnen können.

Acht Kostenfaktoren im Detail

Jeder Faktor verschiebt den Preis unterschiedlich stark. Zahlen nennen wir hier nicht; den Rahmen erhalten Sie nach dem Projektcheck schriftlich.

01

Umfang und Seitenzahl

Jede Seite braucht Struktur, Gestaltung, Umsetzung und Inhalt. Zählen Sie nicht nur Seiten, sondern Seitentypen: Zehn Leistungsseiten nach demselben Muster sind günstiger als zehn völlig unterschiedlich aufgebaute.

02

Design

Eine angepasste Vorlage spart Gestaltungszeit. Ein individuelles Design reicht von Skizzen über Entwürfe für Smartphone und Desktop bis zum eigenen Gestaltungssystem.

03

Technik

Baukasten, WordPress oder individuell programmiert: Jede Variante hat andere Kosten bei Aufbau und Pflege. Die Abwägung steht in Next.js oder WordPress.

04

Redaktionssystem

Sollen Sie Inhalte selbst ändern können, braucht es ein Redaktionssystem. Aufwendiger wird es, wenn viele Inhaltsarten strukturiert gepflegt werden, etwa Stellen, Referenzen oder Standorte.

05

Funktionen

Shop, Mehrsprachigkeit, Terminbuchung, Login-Bereich oder Schnittstellen zu CRM und Warenwirtschaft sind jeweils ein kleines Projekt für sich. Bei der Terminbuchung entscheidet die Tiefe: ein eingebundenes Werkzeug oder eine eigene Logik.

06

Inhalte

Texte, Fotos und Videos sind der am häufigsten unterschätzte Posten, bei vielen Seiten oft ein großer Anteil des Budgets. Wer Inhalte selbst liefert, spart hier am meisten.

07

Suchmaschinenoptimierung

Saubere Technik und Struktur gehören in jedes Projekt. Zusätzlich kostet die Analyse, wonach Ihre Kunden suchen und welche Seite welchen Begriff abdeckt. Laufende SEO ist ein eigener Posten.

08

Recht und Barrierefreiheit

Impressum, Datenschutzerklärung und Einwilligungsbanner braucht jede geschäftliche Seite, Shops zusätzlich AGB und Widerrufsbelehrung. Barrierefreiheit von Anfang an einzuplanen ist günstiger als späteres Nachrüsten.

Faustregel: Je individueller, umfangreicher und funktionsreicher, desto höher der Preis, aber auch desto länger tragfähig. Unsere Umsetzung beschreibt die Seite Webentwicklung.

Barrierefreiheit als Kostenfaktor

Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) ist seit dem 28. Juni 2025 anzuwenden. Es betrifft bestimmte Produkte und Dienstleistungen, darunter E-Commerce-Dienstleistungen. Ob und wie es Ihre Website betrifft, hängt von Ihrem Angebot und Ihrer Betriebsgröße ab; das klären Sie bitte im Zweifel mit einer Rechtsberatung.

Aus Sicht der Kosten gilt: Kontraste, Tastaturbedienung, Beschriftungen und Alternativtexte lassen sich im Entwurf berücksichtigen. Nachträglich verursachen sie Umbauten.

Quelle: Barrierefreiheitsstärkungsgesetz, § 1 (gesetze-im-internet.de/bfsg), abgerufen am 24.10.2026. Keine Rechtsberatung.

Wovon die Preisspanne abhängt

Marktübliche Spannen lassen sich seriös nur aus veröffentlichten Anbieterangaben ableiten. Die Breite zeigt, wie stark Umfang und Anspruch den Preis bestimmen.

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01

Visitenkarten-Auftritt

Wenige Seiten, Kontakt, Leistungen, ein sauberes Muster. Für kleine Betriebe oft ausreichend.

02

Unternehmenswebsite

Mehr Seiten, individuelles Design, Redaktionssystem und ein SEO-Fundament für Betriebe, die aktiv Kunden gewinnen wollen.

03

Onlineshop

Produktdaten, Zahlungsanbieter, Versand, Rechtstexte und oft Schnittstellen zur Warenwirtschaft.

04

Individuelle Web-App

Buchungssystem, Kundenportal oder Plattform mit Nutzerkonten. Das ist Softwareentwicklung und lässt sich nicht pauschal bepreisen.

Zur Orientierung: Ein veröffentlichter Kostenrechner eines IT-Dienstleisters aus Leer nennt aus dessen eigenen Projekten für Website-Relaunches 4.760 bis 183.852 EUR und für Onlineshops 5.950 bis 99.645 EUR, jeweils zuzüglich Mehrwertsteuer. Das ist eine Größenordnung, kein Angebot.

Zwei Dinge fallen auf: Inhalte und Funktionen bewegen den Preis oft stärker als die reine Seitenzahl. Und die Obergrenze einer Spanne ist kein Aufschlag, sondern ein Hinweis auf offene Fragen. Je genauer sie geklärt sind, desto enger wird das Angebot.

Quelle: veröffentlichte Preisangaben von Groenewold IT Solutions, Leer (abgerufen am 16.10.2026). Anbieterangaben, keine Marktstudie.

Vier Beispielprojekte, was jeweils den Preis bewegt

Die Beispiele sind Veranschaulichungen, keine Kundenprojekte, und bewusst ohne Preise.

Handwerk

Betrieb mit fünf Seiten

Startseite, Leistungen, Kontakt. Eine angepasste Vorlage hält die Gestaltung günstig. Den größten Unterschied macht, ob Sie die Texte selbst liefern.

Beratung

Kanzlei mit zwölf Seiten

Eine Seite je Beratungsfeld, Team, Karriere. Individuelles Design und die Analyse der Suchbegriffe je Seite fallen ins Gewicht.

Funktionen

Praxis, zweisprachig mit Terminbuchung

Mehrsprachigkeit und Buchung sind eigene Teilprojekte. Entscheidend: ein fertiges Buchungswerkzeug oder eine eigene Buchungslogik.

Kampagne

Landingpage für eine Anzeigenkampagne

Eine Seite, ein Ziel. Oft der kleinste Einstieg, wenn Sie testen möchten, ob ein Angebot online Anfragen bringt. Das Werbebudget kommt separat hinzu.

Laufende Kosten nicht vergessen

Der häufigste Fehler in der Budgetplanung ist, nur den Einmalpreis zu betrachten. Diese Posten kommen regelmäßig dazu:

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01

Domain

Kleiner, aber wichtiger Fixposten. Sie sollte auf Ihren Namen registriert sein, damit Sie die Kontrolle behalten.

02

Hosting

Ein einfacher Server genügt für kleine Seiten, bei Lastspitzen oder Shops lohnt ein leistungsfähigeres Paket mit Sicherungen.

03

Wartung und Updates

Bei WordPress erscheinen laufend Updates für Kern, Theme und Erweiterungen. Individuelle Lösungen haben weniger bewegliche Teile, brauchen aber ebenfalls Aktualisierungen.

04

Inhalte und SEO

Neue Texte, aktuelle Bilder, gepflegte Angebote. Eine Seite, die lange denselben Stand zeigt, verliert Vertrauen und Sichtbarkeit.

Ein Baukasten bündelt Hosting und Wartung in einer Monatsgebühr. Eine WordPress- oder Next.js-Seite trennt diese Posten und braucht aktive Pflege. Laufende Kosten weisen wir getrennt aus, Näheres zur Betreuung steht unter Wartung und Betrieb.

Woran Sie ein faires Angebot erkennen

Ein hoher Preis sagt nichts über die Qualität, ein niedriger ist kein Beweis für ein Schnäppchen. Diese Kriterien helfen unabhängig vom Preisschild:

  • Performance: Lädt die Seite schnell, auch auf dem Handy? Mehr in Core Web Vitals 2026.
  • SEO-Fundament: saubere Struktur, sinnvolle Überschriften, Meta-Daten, strukturierte Daten. Ohne das wird eine schöne Seite schwer gefunden.
  • Eigentum am Code und an den Zugängen: Gehören Ihnen am Ende Domain, Hosting-Zugang und der Quellcode? Oder sind Sie an einen Anbieter gebunden?
  • Keine Knebelverträge: Vorsicht bei niedriger Einstiegszahl und langer, teurer Mindestlaufzeit. Transparente laufende Kosten sind ein Qualitätsmerkmal.

Förderung und Aufteilung des Projekts

Ob für Ihr Vorhaben eine Förderung in Frage kommt, hängt von Programm, Branche und Unternehmen ab, und Programme ändern sich. Was wir dazu wissen, steht auf der Seite Förderung. Prüfen Sie Förderfragen bitte vor der Auftragsvergabe und klären Sie steuerliche Fragen mit Ihrer Steuerberatung.

Unabhängig davon können Sie das Projekt strukturieren: mit einem soliden Fundament starten und Funktionen wie Shop oder weitere Sprachen später ergänzen. So verteilen sich die Kosten, und Sie sammeln Erfahrungen, was Ihre Seite wirklich braucht.

Bevor Sie ein Angebot einholen

Je klarer Ihre Vorgaben, desto genauer das Angebot:

  • Ziel definiert: Soll die Website Anfragen bringen, verkaufen oder informieren?
  • Umfang abgesteckt: Welche Seiten und Inhalte brauchen Sie wirklich?
  • Funktionen geklärt: Shop, Buchung, Mehrsprachigkeit, Login-Bereich?
  • Pflege geklärt: Inhalte selbst ändern oder pflegen lassen?
  • Budgetrahmen inklusive laufender Kosten festgelegt.
  • Eigentum geklärt: Domain, Zugänge und Code gehören am Ende Ihnen.

Häufige Fragen

Ihre Frage ist nicht dabei? Rufen Sie an oder schreiben Sie uns, wir antworten persönlich.

Was kostet eine Website?

Das hängt von Umfang, Design, Technik, Funktionen und Inhalten ab. Eine seriöse Zahl gibt es erst nach Klärung dieser Punkte. Zur Orientierung: Ein IT-Dienstleister aus Leer nennt aus eigenen Projekten für Website-Relaunches 4.760 bis 183.852 EUR zuzüglich Mehrwertsteuer. Für Ihr Vorhaben nennen wir den Rahmen nach dem Projektcheck schriftlich.

Welche laufenden Kosten entstehen nach dem Start?

Domain, Hosting, Wartung und Updates sowie die Pflege von Inhalten und gegebenenfalls SEO. Bei Baukästen sind Hosting und Wartung in der Monatsgebühr gebündelt, bei WordPress oder einer individuellen Lösung werden die Posten getrennt ausgewiesen. Wir nennen laufende Kosten in jedem Angebot gesondert.

Warum sind Inhalte oft teurer als gedacht?

Gute Texte brauchen Analyse von Zielgruppe und Suchbegriffen, und bei vielen Seiten summiert sich der Aufwand. Hinzu kommen Fotos oder Videos. Wer Texte und Bilder selbst liefert, senkt diesen Posten am stärksten. Wir klären im Projektcheck, welche Inhalte Sie mitbringen und welche wir erstellen.

Kann ich eine Website in Schritten aufbauen?

Ja, und das ist oft sinnvoll. Sie starten mit einem tragfähigen Fundament und ergänzen Funktionen wie Shop, Terminbuchung oder weitere Sprachen später. So verteilen sich die Kosten, und Sie entscheiden anhand echter Nutzung, was Ihre Website zusätzlich braucht.

Wem gehört die Website am Ende?

Das sollte vor Auftragsvergabe schriftlich geklärt sein. Bei uns erhalten Sie Zugriff auf das Repository, eine Dokumentation und eine Übergabe, mit der auch ein anderes Team weiterarbeiten kann. Domain und Zugänge sollten auf Ihren Namen laufen. Fragen Sie jeden Anbieter danach.

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