Software Engineering
Was kostet eine App? Preistreiber, Modelle und laufende Kosten
Der Entwicklungspreis ist nur ein Teil der Rechnung. Der Artikel zerlegt die Kosten in ihre Bausteine, damit Sie Ihr Vorhaben grob einordnen können.

Auf einen Blick
- Autor
- Ciyan Gültoplayan
- Preistreiber
- fünf im Überblick
- Laufend
- Wartung, Server, Stores
- Preise
- nach Projektcheck
Die ehrliche Antwort vorweg
„Was kostet eine App?“ ist eine Frage wie „Was kostet ein Haus?“. Die Spanne reicht vom kleinen internen Werkzeug bis zur großen Plattform. Wer Ihnen ohne Gespräch einen Pauschalpreis nennt, rät oder verkauft. Eine App ist kein Produkt aus dem Regal, sondern Software, die auf Ihren Anwendungsfall gebaut wird.
Wichtig vorab: Der Entwicklungspreis ist nur ein Teil. Eine App verursacht laufende Kosten für Wartung, Server, Store-Gebühren und Updates. Wer nur den Bau kalkuliert und den Betrieb vergisst, plant am Budget vorbei. Wir gehen beides durch.
Was Anbieter für Apps veröffentlichen
Statt einer eigenen Preisliste zeigen wir, was Anbieter öffentlich nennen. Das sind Größenordnungen für individuell entwickelte Apps, keine Angebote.
Erste Version (MVP)
Ein Anbieter aus Heilbronn nennt für ein MVP 10.000 bis 25.000 EUR bei 8 bis 12 Wochen Dauer.
Business-App
Dasselbe Haus nennt für eine Business-App 25.000 bis 80.000 EUR.
Plattform
Plattformen liegen laut diesem Anbieter ab 80.000 EUR.
Wartung
Heilbronn rechnet mit 15 bis 20 Prozent pro Jahr, ein Anbieter aus Marbach am Neckar nennt für Individualsoftware 10 bis 20 Prozent der Entwicklungskosten jährlich.
Die Spannen unterscheiden sich je Anbieter, was zeigt, wie sehr der Umfang den Preis bestimmt. Was Ihr Vorhaben kostet, hängt von den Faktoren im nächsten Abschnitt ab. Den Rahmen nennen wir Ihnen nach dem Projektcheck schriftlich.
Ein MVP (Minimum Viable Product) ist die schlankste sinnvolle erste Version: ein bis zwei Kernfunktionen, ein klares Nutzerproblem, sauber gelöst. Damit prüfen Sie am Markt, ob die Idee trägt, bevor Sie das große Budget binden. Wer mit einem MVP startet und am Nutzerfeedback weiterbaut, gibt sein Budget dort aus, wo es wirkt.
Quelle: veröffentlichte Preisangaben von Codana GmbH, Heilbronn, und kopf & byte GmbH, Marbach a. N. (abgerufen am 16.10.2026). Anbieterangaben, keine Marktstudie.
Die fünf großen Preistreiber
Fünf Faktoren erklären einen großen Teil des Unterschieds zwischen zwei Apps. Wer hier bewusst entscheidet, steuert sein Budget.
Funktionsumfang
Jede Funktion ist Arbeit: Konzept, Design, Entwicklung, Test. Login, Chat, Zahlung, Karten und Push-Nachrichten summieren sich. Der größte Hebel.
Plattformen
Nur iOS, nur Android, beide, zusätzlich Web? Wie stark jede Plattform zu Buche schlägt, hängt vom technischen Ansatz ab.
Design und Bedienung
Ein Standard-Layout ist günstiger als ein eigenständiges Design mit Animationen und Markenauftritt.
Backend und Daten
Sobald Nutzerkonten, Datenbank, Synchronisierung und eine Schnittstelle dazukommen, entsteht hinter der App ein zweites Softwareprojekt.
Integrationen
Zahlungsanbieter, ERP, CRM, Versand oder KI-Dienste: Jede Anbindung bringt eigene Logik, Tests und Wartung mit. Oft der am meisten unterschätzte Posten.
Wie sich KI sinnvoll einbauen lässt, beschreibt der Artikel KI-Marketing-Automation für KMU.
Native oder plattformübergreifend
Eine der folgenreichsten Entscheidungen fällt früh: Wie wird die App technisch gebaut? Nativ (Swift für iOS, Kotlin für Android) bedeutet je Plattform eine eigene Fassung. Das holt die meiste Leistung heraus und erlaubt den tiefsten Zugriff auf das Gerät, bedeutet aber doppelten Aufwand bei Entwicklung, Tests und Pflege.
Plattformübergreifend (zum Beispiel React Native oder Flutter) nutzt eine gemeinsame Codebasis für iOS und Android. Für viele Business-Apps wie Buchung, Bestellung, Kundenbindung oder interne Werkzeuge ist das eine naheliegende Wahl, weil sich der Aufwand verringert. Nativ lohnt sich eher bei hardwarenahen Funktionen wie aufwendigen Kamerafunktionen, Augmented Reality oder Spielen. Welche Prozentersparnis sich ergibt, hängt vom Projekt ab; eine Zahl nennen wir nicht.
Mehr zu unserem Vorgehen unter App-Entwicklung.
Kostenmodelle und Abrechnung
Auch die Art der Zusammenarbeit beeinflusst, was Sie zahlen und wer das Risiko trägt. Drei Modelle sind üblich:
Festpreis
Klar definierter Umfang zu fixem Preis. Maximale Planungssicherheit, setzt aber ein durchdachtes Konzept voraus. Änderungen unterwegs laufen über Nachträge.
Nach Aufwand
Sie zahlen die tatsächlich geleisteten Stunden. Flexibel, wenn sich Anforderungen noch entwickeln, verlangt aber Vertrauen und enge Abstimmung.
MVP zum Festpreis, Ausbau nach Aufwand
Die erste Version kommt zum Festpreis an den Markt, alles Weitere wird anhand echter Nutzung ausgebaut. Für viele Projekte ein praktikabler Mittelweg.
Bei auffallend günstigen Angeboten lohnt die Nachfrage, was enthalten ist: Konzept, Tests, Wartung und Support.
Laufende Kosten nicht vergessen
Die Entwicklung ist die einmalige Investition, aber eine App lebt weiter. Betriebssysteme aktualisieren sich, Stores ändern Anforderungen, Server müssen laufen, Nutzer wünschen sich Neues.
Wartung und Updates
Nach den oben genannten Anbieterangaben jährlich etwa 10 bis 20 Prozent der Entwicklungskosten.
Store-Gebühren
Laut Apple kostet das Developer Program 99 US-Dollar jährlich. Bei Google Play fällt eine einmalige Registrierungsgebühr von 25 US-Dollar an.
Server und Hosting
Je nach Last. Kosten wachsen mit der Nutzung, das ist bei erfolgreichen Apps gewollt.
Drittdienste und Lizenzen
Zahlung, Karten, KI oder Benachrichtigungen, meist nutzungsabhängig.
Wartung ist kein optionaler Luxus. Wer den Betrieb von Anfang an einplant, schützt seine Investition. Das gilt für Apps wie für jede individuelle Software-Entwicklung.
Quelle: veröffentlichte Preisangaben von Codana GmbH, Heilbronn, und kopf & byte GmbH, Marbach a. N. (abgerufen am 16.10.2026). Anbieterangaben, keine Marktstudie. Quelle: Apple Developer Program (developer.apple.com/programs) und Google Play Console Hilfe (support.google.com/googleplay/android-developer), abgerufen am 24.10.2026. Gebühren können sich ändern.
Budget sparen, ohne an Qualität zu verlieren
Sparen heißt nicht, billiger zu bauen, sondern gezielter. Vier Hebel:
- 01
Mit einem MVP starten
Nur die Kernfunktion, die das Hauptproblem löst. Sie lernen am echten Nutzen statt an Annahmen.
- 02
Gemeinsame Codebasis prüfen
Wo es fachlich passt, verringert eine gemeinsame Codebasis für iOS und Android den Aufwand.
- 03
Bewährte Bausteine nutzen
Für Anmeldung, Zahlung oder Push gibt es erprobte Dienste, die nicht neu gebaut werden müssen.
- 04
Konzept vor Code
Zeit im klaren Konzept spart Zeit in der Entwicklung. Änderungen, die erst im fertigen Code auffallen, sind am teuersten.
Der größte Hebel ist oft der Verzicht auf Funktionen, die niemand zwingend braucht. Was Nutzer nicht weiterbringt, kostet zweimal: im Bau und in der Wartung.
Bevor Sie starten
Diese Punkte entscheiden darüber, ob Sie vergleichbare Angebote bekommen:
- Kernproblem definiert: Welches Problem löst die App für wen?
- Muss-Funktionen von Wunschfunktionen getrennt (Basis für ein MVP).
- Plattformen festgelegt: iOS, Android oder beide, und warum.
- Backend-Bedarf geklärt: Nutzerkonten, Daten, Synchronisierung?
- Integrationen gelistet: Zahlung, CRM, ERP, Karten, KI?
- Budget für den Betrieb eingeplant: Wartung, Server, Stores.
- Zum Vergleich der Logik: Was kostet eine Website?
Häufige Fragen
Ihre Frage ist nicht dabei? Rufen Sie an oder schreiben Sie uns, wir antworten persönlich.
Was kostet eine einfache App?
Das hängt vom Umfang ab. Ein Anbieter aus Heilbronn nennt für eine erste Version (MVP) 10.000 bis 25.000 EUR, ein weiterer Anbieter aus Marbach am Neckar nennt für kleine interne Werkzeuge Beträge ab etwa 5.000 EUR. Das sind Anbieterangaben und keine Angebote. Für Ihr Vorhaben nennen wir den Rahmen nach dem Projektcheck schriftlich.
Wie lange dauert die Entwicklung einer App?
Das hängt von Umfang und Abstimmung ab. Ein Anbieter aus Heilbronn nennt für ein MVP acht bis zwölf Wochen. Komplexe Vorhaben brauchen länger. Wir arbeiten in kurzen Schritten und liefern zuerst einen Prototyp, damit Sie früh etwas sehen und lenken können. Feste Wochenzahlen nennen wir erst, wenn der Umfang klar ist.
Native oder plattformübergreifend, was ist günstiger?
Plattformübergreifend nutzt eine Codebasis für iOS und Android und verringert dadurch meist den Aufwand. Nativ bedeutet je Plattform eine Fassung, bietet aber den tiefsten Zugriff auf das Gerät. Welche Ersparnis sich ergibt, hängt vom Projekt ab, deshalb nennen wir keine Prozentzahl. Wir entscheiden das gemeinsam im Projektcheck.
Welche laufenden Kosten entstehen nach dem Start?
Wartung und Updates, Server, Drittdienste und Store-Gebühren. Anbieter nennen für die Wartung jährlich etwa 10 bis 20 Prozent der Entwicklungskosten. Apple verlangt 99 US-Dollar im Jahr, Google Play einmalig 25 US-Dollar (abgerufen am 24.10.2026). Laufende Kosten weisen wir in unseren Angeboten getrennt aus.
Lohnt sich ein MVP wirklich?
In vielen Fällen ja. Ein MVP bringt Ihre Idee mit überschaubarem Einsatz an echte Nutzer. Sie bauen mit Rückmeldung weiter, statt Annahmen zu bezahlen. Ergibt der erste Stand neue Erkenntnisse, haben Sie früh gelernt, was Ihre Nutzer wollen. Ob es für Ihr Vorhaben passt, klären wir im Projektcheck.


