TRODATEC ist auf professionelle Fassaden-, Dach- und Steinreinigung spezialisiert und arbeitet bundesweit – von München über Frankfurt bis Hamburg. Genau diese Reichweite war die eigentliche Herausforderung: in einem hart umkämpften Markt sichtbar zu sein, in dem unzählige regionale Anbieter und große Reinigungsfirmen um dieselben Suchbegriffe konkurrieren. Wer nach Fassadenreinigung in München oder nach Dachreinigung googelt, bekommt Dutzende Ergebnisse – und entscheidet sich in Sekunden. Als das Projekt zu uns kam, ließ die Website dieses Potenzial weitgehend ungenutzt. Innerhalb weniger Monate haben wir die technische Basis, die bezahlte Werbung und die Datenerfassung grundlegend saniert und so aus einer passiven Visitenkarte einen aktiven Vertriebskanal gemacht.
Die Ausgangslage: viel Potenzial, viele Baustellen
Bevor wir auch nur eine Stellschraube angefasst haben, stand eine vollständige Bestandsaufnahme. Über die Google Search Console, Google Analytics 4, den Google Tag Manager und das Google-Ads-Konto haben wir uns ein lückenloses Bild gemacht – und mehrere gravierende Probleme gefunden, die zusammen für deutlich weniger Anfragen sorgten, als die Marke verdient hätte.
Am schwersten wog ein eingebrochener Traffic: Die laufenden Google-Ads-Kampagnen waren schlicht pausiert. Das hatte unmittelbar rund 55 % der Zugriffe gekostet – ein Betrieb, der online wachsen will, hatte seine wichtigste Sofort-Quelle für Anfragen abgeschaltet, ohne dass es jemandem aufgefallen war. Geld, das in Sichtbarkeit hätte fließen sollen, floss nicht; gleichzeitig fehlten die Anfragen, die diese Sichtbarkeit gebracht hätte.
Parallel liefen über 240 nicht mehr existierende Unterseiten in Fehlerseiten (404) – das Ergebnis früherer Standortseiten, die gelöscht, aber nie sauber umgeleitet worden waren. Für Google ist das ein deutliches Signal mangelnder Pflege, für Nutzer schlicht eine Sackgasse. Suchmaschinen verschwenden ihr begrenztes Crawl-Budget auf tote Adressen, statt die wichtigen Leistungsseiten zu erfassen.
Hinzu kam ein doppeltes Problem bei den Daten: Ohne korrekt implementierten Consent Mode war die Website weder datenschutzrechtlich sauber aufgestellt, noch konnte Google Ads verlässlich messen, welche Anzeige tatsächlich zu einer Anfrage führte. Werbebudget floss also blind – ohne dass die Optimierung auf belastbaren Conversion-Daten aufsetzen konnte. Schließlich bremste eine schwache mobile Performance (PageSpeed-Wert um die 37) sowohl die Rankings als auch das Nutzererlebnis aus: Gerade bei Reinigungs-Suchanfragen, die oft unterwegs am Handy passieren, ist eine langsame Seite ein echter Anfrage-Killer.
Unser Vorgehen: erst stabilisieren, dann skalieren
Bei einem Projekt mit so vielen offenen Baustellen ist die Reihenfolge entscheidend. Wir haben zuerst die akuten Probleme behoben, die unmittelbar Anfragen und Budget kosteten – und erst dann auf Wachstum optimiert. Konkret in fünf Schritten:
Google Ads aus der Notlage holen
Zuerst haben wir die pausierten Kampagnen reaktiviert und damit die Ursache des Traffic-Einbruchs beseitigt. Anschließend stellten wir die Gebotsstrategie von Klicks-Maximierung auf Conversions-Maximierung um und korrigierten die Conversion-Zählung von jeder auf eine pro Anfrage – damit das System auf echte Geschäftsergebnisse statt auf reine Klicks optimiert. Enhanced Conversions über den Tag Manager schließen die Messlücke, die durch fehlende Cookies entsteht, indem sie datenschutzkonform gehashte Kontaktdaten an Google zurückspielen. Das Resultat: Jeder ausgegebene Euro arbeitet wieder auf das Ziel hin, das zählt – die qualifizierte Anfrage.
Tracking & DSGVO sauber aufsetzen
Mit einer vollständigen Consent-Mode-v2-Implementierung (inklusive Complianz-Integration, URL Passthrough und Ads Data Redaction) wird das Einwilligungssignal des Nutzers korrekt an Google übergeben – und zwar bevor überhaupt ein Tag feuert. Das macht die Seite rechtssicher und stellt gleichzeitig die Conversion-Messung wieder her, auf der jede sinnvolle Ads-Optimierung beruht. Ohne diesen Schritt optimiert man im Blindflug; mit ihm sieht man wieder, welcher Kanal welche Anfrage bringt.
Indexierung reparieren
Über eine intelligente 301-Weiterleitungslogik haben wir die mehr als 240 Fehlerseiten automatisch auf die jeweils passenden Hauptleistungsseiten umgeleitet und leere Archivseiten auf noindex gesetzt. So fließt die über Jahre aufgebaute Linkkraft dorthin, wo sie zählt, statt in Sackgassen zu versickern – und Google crawlt wieder eine saubere, klar strukturierte Seitenarchitektur.
Core Web Vitals & Performance
Durch das Preloading des wichtigsten Bildelements, die Reduktion von Layout-Verschiebungen, das Entfernen überflüssiger Skripte (rund 50 KB eingespart) und das Nachgenerieren fehlender WebP-Bildversionen haben wir die Ladezeit spürbar verbessert. Core Web Vitals sind ein direkter Ranking- und Conversion-Faktor – besonders mobil, wo die meisten spontanen Anfragen entstehen.
Strukturierte Daten & lokale Signale
Mit HowTo-, AggregateRating- und LocalBusiness-Schema haben wir Google zusätzlichen Kontext geliefert und die Chance auf auffällige, vertrauensbildende Suchergebnisse erhöht. Gerade bei dienstleistungsnahen Suchanfragen entscheidet dieser erste Eindruck im Ergebnis mit darüber, wer überhaupt angeklickt wird.
Warum die Maßnahmen zusammen wirken
Der eigentliche Hebel liegt nicht in einer einzelnen Maßnahme, sondern im Zusammenspiel. Die Ads-Reparatur bringt sofortige Sichtbarkeit, während das technische SEO die Grundlage für nachhaltige, kostenlose Rankings legt. Das saubere Tracking wiederum macht beides messbar – und damit steuerbar. Ohne valide Daten wären die Ads-Optimierung und jede Budget-Entscheidung reines Bauchgefühl geblieben.
Genauso greifen Performance und Indexierung ineinander: Eine schnelle Seite, die Google fehlerfrei crawlen kann, wird besser bewertet – und gute Rankings bringen mehr Besucher, die dank kurzer Ladezeit auch tatsächlich bis zum Kontaktformular kommen. So entsteht aus vielen Einzelschritten ein System, in dem jede Verbesserung die nächste verstärkt.
Das Ergebnis: messbare, bundesweite Sichtbarkeit
Die Wirkung lässt sich nicht nur behaupten, sondern in der Google Search Console nachlesen. Im ausgewerteten Drei-Monats-Zeitraum erzielte TRODATEC 97.300 Impressionen und 1.310 Klicks aus der organischen Suche – über ein Keyword-Set von rund 1.000 verschiedenen Suchanfragen, das die gesamte Bandbreite von Fassaden- über Dach- bis Steinreinigung abdeckt. Diese Breite ist kein Zufall, sondern Ausdruck echter thematischer Autorität: Google ordnet TRODATEC dem gesamten Themenfeld zu, nicht nur einzelnen Begriffen.
Besonders aussagekräftig sind die hart umkämpften Stadt-Keywords: Fassadenreinigung München (durchschnittliche Position 7,0 bei über 2.280 Impressionen), Fassadenreinigung Hamburg (Position 7,1) und Fassadenreinigung Köln (Position 7,9) stehen allesamt auf der ersten Google-Seite – bundesweit, gegen lokal fest verankerte Wettbewerber. Bei zahlreichen weiteren Begriffen rankt TRODATEC sogar unter den Top 5. Für einen überregional tätigen Dienstleister, der in jeder dieser Städte gegen Anbieter mit lokaler Adresse antritt, ist das ein bemerkenswertes Ergebnis.
Mindestens so wichtig wie die Rankings: Das Unternehmen weiß jetzt wieder, welche Maßnahme welche Anfrage bringt. Durch die wiederhergestellte Conversion-Messung und die auf Conversions optimierten Kampagnen ist aus einem undurchsichtigen Werbebudget ein steuerbarer Anfragekanal geworden – mit einer belastbaren Datengrundlage für jede weitere Entscheidung.
Was du daraus mitnehmen kannst
Der Fall TRODATEC zeigt, dass mehr Werbebudget selten die Antwort ist, wenn die Basis nicht stimmt. Oft sind es übersehene technische Fehler – pausierte Kampagnen, fehlende Weiterleitungen, kaputtes Tracking – die wachstumshungrigen Betrieben unbemerkt Anfragen kosten. Ein ehrliches technisches Audit fördert diese stillen Budgetfresser zutage, bevor man neues Geld in Werbung steckt.
Und der Fall zeigt, dass bundesweite Sichtbarkeit auch für einen einzelnen Standort möglich ist – wenn Technik, Inhalte und saubere Daten zusammenkommen. Genau diesen Dreiklang bauen wir auch für deinen Betrieb auf: erst die Basis reparieren, dann gezielt skalieren, immer messbar.
Ergebnisse auf einen Blick
Eingesetzte Leistungen